Was Kindergeld ist, dürfte den meisten bekannt sein. Wenn nicht, dann ganz schnell den Eintrag zum Kindergeld lesen, denn der Kinderfreibetrag lässt sich am einfachsten in Abgrenzung zum Kindergeld erklären. Beim Kindergeld erhält man für sein Kind direkt einen Geldbetrag vom Staat, der einem bei der kostenintensiven Aufzucht seines Sprösslings helfen soll. Beim Kinderfreibetrag bekommt man hingegen indirekt Geld geschenkt: nämlich indem man weniger Steuern zahlt. Der Freibetrag senkt das steuerpflichtige Einkommen der Eltern. Das heißt, dass vom Einkommen der Kinderfreibetrag von 4716 € (seit 2017) und der Erziehungsfreibetrag von 2640 € rechnerisch abgezogen werden. Und bei einem niedrigeren Einkommen, werden natürlich auch weniger Steuern fällig. Wenn diese Steuerersparnis dann höher ist als das gesamte Kindergeld für ein Jahr, entfällt das Kindergeld und stattdessen wird der Kinderfreibetrag gewährt. Dann bleibt den Eltern nämlich mehr von ihrem Einkommen übrig, als wenn sie regulär Steuern zahlen, aber Kindergeld geschenkt bekommen. Das wird natürlich genau ausgerechnet und ist – wie man sich denken kann – erst ab einem höheren Einkommen relevant.

Wer Kinder hat, weiß, dass sie einem viel Freude bereiten können, aber auch jede Menge Geld kosten. Was mit Windeln und Brei beginnt, setzt sich im Teenie-Alter mit den neuesten Klamotten von angesagten Modelabels fort und geht bis zu Ausbildungs- und Studienkosten. Da ist es immerhin eine Erleichterung, dass man monatlich Kindergeld vom Staat erhält. Seit 2017 liegt der jeweilige Betrag für Kind 1 und 2 bei 192 €, für Kind 3 bei 198 € und Kind 4 bei 223 €. Gezahlt wird bis zur Volljährigkeit oder bis zur Beendigung der Ausbildung (maximal bis das Kind 25 Jahre alt ist). Wenn die Eltern ein höheres Einkommen haben, kann es sein, dass sie durch den Kinderfreibetrag mehr Geld an Steuern sparen, als sie durch das Kindergeld erhalten. Hierzu empfehlen wir den Eintrag zum Kinderfreibetrag zu lesen.

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