Deutschlands Rentner hatten eine schöne Zeit vor dem Jahr 2005. Denn damals wurden von ihrer Rente noch keine Steuern abgezogen. Sicherlich hat sich keiner von ihnen beschwert, seinen Lebensabend in (Steuer-)Freiheit zu verbringen. Doch ab 2005 fand das Steuerparadies Rente ein Ende. Ab dann wurden Ruheständlern Steuern von ihrer Rente abgezogen. Zunächst galt die Steuer nur für die Hälfte des Rentenbetrags. Also bei einer Rente von 20.000 € im Jahr wurde bei der Berechnung der Steuer so getan, als ob es nur 10.000 € wären. Allerdings steigt der Anteil der Rente, der versteuert wird, jedes Jahr an. Ab dem Jahr 2040 wird dann der ganze Rentenbetrag versteuert. Also gilt: Je später ich in Rente gehe, desto mehr Steuern werden mir aufgebürdet. Vielleicht ist immerhin noch tröstlich, dass es einen Grundfreibetrag gibt, der 2017 bei 8.820 € liegt. Rentenhöhe und Altersvorsorge spielen in der Politik auch immer wieder eine große Rolle. Gerne wird diskutiert, inwiefern staatlich geförderte Vorsorge-Angebote wie die Riester- oder Rürup-Rente bei der Absicherung fürs Alter helfen.

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